Worte verändern!

Achte auf Deine Worte, denn was Du denkst oder aussprichst könnte Dir zum Schicksal werden!
Was empfindest Du, wenn Du diesen Satz liest? Ich habe innegehalten. Und so gerne ich dem zustimmen wollte, so sehr hat es mich doch getrieben einmal zu prüfen, was es denn mit diesem Gedanken auf sich hat. Bei meiner Recherche habe ich mich auf die Frage konzentriert ob das, was ich mit meinem Satz ausgesprochen habe ein „Glaubenssatz“ ist, oder ob es dafür auch „wissenschaftlich fundierte“ Belege gibt. Natürlich bin ich fündig geworden.

Das Jammern, aber auch Dankbarkeit werden schnell zur Gewohnheit. Eine Gewohnheit ist eine Verhaltensweise, die wir automatisch, ohne viel nachzudenken an den Tag legen. Wenn wir diese Verhaltensweise nur häufig genug umsetzen, dann wird es uns schwerfallen, anders zu reagieren als gewohnt, selbst wenn dies eigentlich von uns in diesem Moment erwünscht wäre.
Diese Gewohnheiten sind aber nicht nur in unserem Verhalten erkennbar, sie führen über kurz oder lang auch zu neurologischen Veränderungen in unserem Gehirn. Unser Gehirn ist grob gesagt wie ein Muskel. Werden bestimmte Regionen stärker als andere Regionen beansprucht, dann verstärken sich in diesem Bereich die neuronalen Verbindungen, bildlich gesprochen: die Muskeln wachsen. Mit diesem „Muskelwachstum“ einhergehend wächst damit auch die erhöhte Bereitschaft diese „Muskeln/neuronale Verbindungen“ zu nutzen.

Wenn wir also dankbar sind, dann verhalten wir uns auch anderen gegenüber oft sehr viel freundlicher, und dies bewirkt, dass diese sich wiederum uns gegenüber freundlicher verhalten. Dankbarkeit fördert Dankbarkeit. Diese Wirkung wurde in mehreren Studien nachgewiesen, und dabei wurde auch die Langzeitwirkung solcher Erfahrungen aufgezeigt. Im Gehirn reagieren verschiedene Regionen bei der Emotion Dankbarkeit. Im Frontallappen, dem Teil des Gehirns, dem Persönlichkeit und soziales Verhalten zugeordnet werden und im Parietallappen, der sensorische und motorische Fähigkeiten steuert sowie im für das Sehen zuständigen Okzipitallappen.

Die oben angesprochenen Areale aktiviert, wenn wir Worte der Dankbarkeit aussprechen, aufschreiben oder auch nur denken, und je häufiger wir sie aktivieren, desto stärker werden sie. Je häufiger wir positive Worte nutzen, desto positiver nehmen wir uns selbst aber auch andere wahr. Wir lernen es förmlich, unseren Blick für die positiven Seiten unsere Mitmenschen zu schärfen und fördern damit unsere eigene Emotion.

Was passiert aber dann beim Jammern? Wenn ich jammere, und dies über einen längeren Zeitraum, dann wird auch dabei mein Körper reagieren. Zum einen wird mein Cortisolspiegel steigen, da der Körper dem erhöhten Stress mit der Ausschüttung dieses Hormons begegnet. Passiert das oft, dann führt dies nach landläufiger Meinung zu einem höheren Risiko, unter Herzerkrankungen, Bluthochdruck und Fettleibigkeit zu leiden. Jammern führt aber auch zu einem Schrumpfen des Hippocampus, dem Teil des Gehirns, der für unsere Erinnerungen zuständig ist. Positive ausgedrückt betreibt unser Gehirn also Vorsorge, indem es die „Vergesslichkeit“ unterstützt. Wer will sich schon wirklich an all die Gründe zum Jammern erinnern, sieht man doch täglich neue.

Wenn wir uns ärgern, negative Worte verwenden, dann ist das wie ein Alarmsignal für unser Gehirn und unseren Körper. Unser Körper reagiert unter Stress indem er die kognitiven Fähigkeiten und das logische Denken einschränkt und sich auf Gefahr ausrichtet. Bei Gefahr sollte man nicht lange nachdenken sondern handeln, und deshalb übernimmt jetzt die für die Angst zuständige Gehirnregion das Regiment, nämlich die Amygdala. Sie ist der älteste Teil unseres Gehirns und für das Überleben zuständig.

Wenn wir hingegen überwiegend positive Gedanken hegen und positive Wörter verwenden, dann wird dies mit der Zeit auch die Struktur unseres Gehirns verändern und damit auch unsere Wahrnehmung. Alles worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, das wächst. Du hast jeden Tag aufs Neue die Wahl.
Deshalb achte auf Deine Worte, dass was Du sagst „könnte“ eintreten.

© Tilo Maria Pfefferkorn

Von |2018-08-15T18:05:17+00:006. September, 2017|Allgemein|0 Kommentare

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